Führung von der Einsatzstelle durch Videobild: Die Feuerwehr Roskilde und Bliksund entwickeln in einer neuen Zusammenarbeit die Notfallvorsorge der Zukunft.

Die Feuerwehr von Roskilde und Bliksund haben eine Entwicklungsvereinbarung geschlossen, die das klassische Prinzip der Notfallhilfe, nämlich die "Führung von vorne", in ein modernes, digitales Notfallmanagement umwandelt.Kamera fra front blog post

 

Die "Führung von der Front" ist seit langem ein klassisches Konzept im Rahmen der Notfallhilfe. Es bedeutet, dass der Einsatzleiter die Einsatzkräfte genau verfolgt und Entscheidungen auf der Grundlage von Erkenntnissen über das Geschehen trifft. In der neuen Zusammenarbeit der Feuerwehr von Roskilde mit Bliksund wird dieses Konzept nun in das digitale Zeitalter übertragen, und zwar mit Live-Video, das sicherstellt, dass der Einsatzleiter den Vorfall sieht, noch bevor das erste Löschfahrzeug eintrifft.

IncidentShare ermöglicht jetzt die "Führung von der Einsatzstelle durch Videobild". Die Feuerwehr von Roskilde kann auf Live-Video auf Mobiltelefonen, Bodycams, Drohnen, Tablets und - als Ergebnis der neuen Zusammenarbeit - über direkten Zugang zu mehr als 800 Überwachungskameras auf öffentlichen Gebäuden in der Gemeinde Roskilde zugreifen.

Ein Durchbruch für den Einsatz von Technologie in der Notfallhilfe

Die Feuerwehr von Roskilde ist die erste im Land, die Zugang zu den vielen Kameras in der Kommune erhält - ein Meilenstein für den Einsatz von Live-Video in der Notfallhilfe.

"Die Vereinbarung mit der Kommune Roskilde ist ein Gütesiegel. Sie zeigt, dass wir offen und reif für eine Zusammenarbeit sind, bei der Technologie ein notwendiges Werkzeug ist. Dies ist die Zukunft der Notfallhilfe in Dänemark", sagt Kim Roger Petersen, Einsatzleiter der Feuerwehr Roskilde.

Jetzt meldet sich der Einsatzleiter über IncidentShare direkt bei den Kameras vor Ort an und erhält einen sofortigen visuellen Überblick in Echtzeit. Gibt es Rauch? Gibt es Anzeichen von Feuer? Sind Menschen oder Tiere in Gefahr? Handelt es sich um einen Fehlalarm?

"Die Nutzung von Live-Video auf diese Weise ist für uns ein Durchbruch. Wir können uns ein unmittelbares Bild von der Situation machen, bevor wir vor Ort sind. Das gibt uns eine bessere Möglichkeit, schnell und mit den richtigen Mitteln zu reagieren", sagt Kim Roger Petersen.

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Wie die Feuerwehr von Roskilde IncidentShare einsetzt

Der Zugriff auf die Kameras der Kommune ist die neueste Möglichkeit, IncidentShare zu nutzen - aber bei weitem nicht die einzige. Tatsächlich nutzt die Organisation das System seit 2018 und verwendet es aktiv in einer Vielzahl von Situationen, die alle unter "Kamera von vorne" fallen:

  • Beim Anruf der 112, bei dem der Anrufer einen Link und Live-Streams direkt vom Einsatzort erhält.

  • von Drohnen, die insbesondere bei Großbränden und bei der Suche in großen Gebieten, z. B. auf dem Wasser, eingesetzt werden

  • von Bodycams an Rauchtauchern, die in brennenden Gebäuden arbeiten

     

"Frontkameras mit IncidentShare geben uns einen zusätzlichen Sinn, der Zeit spart, was letztendlich Leben retten kann. Wir hören nicht nur auf Worte - wir sehen, was passiert. Unser Notfallteam spricht aus einem Guss - und das macht einen entscheidenden Unterschied", erklärt Kim Roger Petersen.

erklärt Kim Roger Petersen und fährt fort:

"Bei einem kürzlichen Chemieunfall haben die Rauchtaucher eine Bodycam direkt an einem Regal angebracht. So konnten wir uns sofort einen Überblick über Aufgaben und Risiken verschaffen, ohne dass die Rauchtaucher wertvolle Sekunden mit Erklärungen verbringen mussten."

 


Wegbereiterfür künftige Notfallmaßnahmen

Die Entwicklungsvereinbarung zwischen der Feuerwehr von Roskilde und Bliksund trägt dazu bei, zu definieren, wie Live-Videos und Kameras von der Front in der zukünftigen Notfallhilfe eingesetzt werden können. Die Erfahrungen aus Roskilde werden dazu beitragen, den Standard für die künftige Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Gemeinde und Technologieanbietern zu setzen.

"Wir hoffen, dass sich Frontkameras mit IncidentShare verbreiten werden. Wir sind nicht die größte Feuerwehr Dänemarks, aber wir wollen die Technologie auf neue Weise nutzen, wann immer wir die Gelegenheit dazu haben. Und das tun wir mit IncidentShare", sagt Kim Roger Petersen.